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Bauanleitung: Alpenländische Krippe Schritt für Schritt

Sei­te 1 / 5 
(@mctranner)

Hal­lo Krippeler
Einleitung !
In Abstim­mung mit unse­rem Forum­mas­ter Mathi­as möch­te ich hier den Bau einer Krip­pe schildern,vieleicht inter­es­siert es eini­ge von euch,wie wir in Tirol unse­re Krip­pen bauen,aber auch wie man eine Krip­pe pla­nen und umset­zen kann bzw. was im Vor­hin­ein schon zu über­le­gen ist.
Ich wer­de versuchen,die Bau­ab­schnit­te mit Bil­dern zu hinterlegen,Vor und Nach­tei­le ver­schie­dens­ter Arbei­ten zu erläutern.

Wie in einem vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­trag bereits erwähnt,habe ich von mei­ner Toch­ter den Auf­trag bekommen,ihr eine Krip­pe zu bauen.Eigentlich dach­te ich,sie hät­te die Nase voll davon,immerhin ist sie mit Krip­pen­bau aufgewachsen,aber es hat sich wohl der Krip­pen­vi­rus in ihr eingenistet,was mich natür­lich freut.
Da sie ja sämt­li­che gebau­ten Krip­pen irgend­wie mit­er­lebt hat,war sie natür­lich der Über­zeu­gung ‑sie wünscht und Papa spielt.
Kurz gesagt,es soll­te wenn möglich,alles schon Gese­he­ne auf die Krippe.
Doch die­se Illu­si­on muß­te ihr schon auf grund der Grö­ße genom­men werden.

Der ers­te Wunsch war eine Ori­en­ta­li­sche Krip­pe und den gesam­ten neu­en Schrank zu verbauen.
Die Maße mit einer Tie­fe von 40 cm und einer Län­ge von 160 cm wären eher ungüns­tig gewesen,zumal eine gerin­ge Tie­fe spe­zi­ell bei ori­en­ta­li­schen Krip­pen eher schwie­rig zu gestal­ten ist.

Also muss­te ich mei­ne Toch­ter ein­mal aufklären.
1.eine der­art brei­te Krip­pe muss man teilen,damit man sie Trans­por­tie­ren und Lagern kann
2.viel Krip­pen­platz bedeu­tet auch vie­le Figuren.Da man sich schö­ne Figu­ren meist nicht in einem Auf­wi­schen kau­fen kann,bedeutet das auch,daß die Krip­pe eini­ge Jah­re eher >Unter­be­setzt< sein wird.Als Bei­spiel kann ich anführen,daß ich bei mei­ner Krip­pe für 35 Figu­ren fast 10 Jah­re benö­tigt habe.
Bzgl. der Figu­ren noch eine Anmerkung:
Wer die ent­schei­dung trifft,sich eine Krip­pe zu bauen,Zeit dafür aufwendet,sollte auch die Ent­schei­dung fällen,schöne Figu­ren anzuschaffen.Es gibt genü­gend Fach­ge­schäf­te und ich kann nur Bestä­ti­gen daß es immer­wie­der eine Freu­de war,jährlich eine neue Figur hinzuzufügen.
Die güns­ti­gen Plastikfiguren,meist eher grell gefärbt,wirken oft wie ein Fremd­kör­per auf der Krippe,zumal man Krip­pen mit gedämpf­ten Far­ben fas­sen sollte,alles Bun­te und Grel­le zu ver­mei­den ist !!

Also haben wir die Krip­pe auf die Hälf­te ver­klei­nert und in den Gesprä­chen ist plötz­lich die Über­le­gung eingeflossen,ob nicht doch eine Tiro­l­er­krip­pe auch ihren Reiz hätte.
Auch hier gibt es schö­ne Figu­ren und Tiere,die dann den Krip­pen­stall bele­ben können,weiters kann man auf einem eher schma­len Unter­grund eine Tiro­l­er­krip­pe leich­ter unterbringen.

Somit war der ers­te Grund­stein gelegt,die Grö­ße und Bau­art festgelegt,als Krip­pen­fi­gu­ren­grö­ße haben wir uns auf 9cm geeinigt,somit kann man das gerin­ge­re Platz­an­ge­bot bes­ser nützen.

Zur Tiro­le krip­pe möch­te ich noch fol­gen­des festhalten.
Wir in Tirol nen­ne sie natür­lich so,es ist ein­fach eine ländliche,dem Gebiet des Erbau­ers angepaß­te Bauart.Sehr ger­ne schaue ich mir Krip­pen an,die ihrer Her­kunft angepaßt,völlig ver­schie­den aussehen,die Hei­mat wiederspiegeln.

Was ich aber ablehne,und das fin­det man auch bei uns oft,sind wah­re Modellbauten.
Sicher­lich steckt viel Arbeit und Kön­nen dahinter,nur ist Jesus eben in kei­nem Bau­ern­hof gebo­ren worden.Es wird von einem Stall gesprochen,ob er im Ori­ent steht,oder wie bei uns in den Bergen,ist eher neben­säch­lich-aber es soll­te immer eine Krip­pe blei­ben und kein Modellbau.
Von mei­nen Lehr­meis­tern habe ich gelernt und ich gebe es in mei­nen Kur­sen auch so weiter,ein Sta­del soll­te so aussehen,als wenn er dem Krip­pen­bau­er auf den Boden gefal­len wäre.

Im nächs­ten Teil möch­te ich schildern-Krippenstandort,Anordnung auf der Krip­pe und Grundplatte

Hans

Zitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 20. August 2010 12:43
(@mctranner)

Nun,nachdem die Grö­ße und die Art der Krip­pe fest­ge­legt ist ‚noch eini­ge Anmer­kun­gen zum Stand­ort einer Krippe.Im Ide­al­fall soll­te der Stall oder die Grot­te immer vom Raum­mit­tel­punkt ein­ge­se­hen wer­den können.Also zb. vom Tisch,oder von der Ein­tritts­rich­tung usw.
Eine Krip­pe kommt so am bes­ten zur Geltung,und der Betrach­ter oder Besu­cher muss nicht erst zur Krip­pe hin­ge­hen um das Gesche­hen zu sehen.
Daß es ide­al ist,wenn sich in der Nähe eine Steck­do­se für die Beleuch­tung befindet,sei nur so neben­bei erwähnt.
Die Bau­ab­schnit­te sind:
Grundplatte
Rahmen
Gebir­ge + Gelän­de (es kann aber auch der Stall gebaut werden)
Gebäude
Beizen,Patinieren
die Elek­trik wärend die­ser Bauabschnitte
Spachteln
Grundieren
Waschen
Fassen
Streuen

Nun begin­nen wir also mit der Grundplatte,ich ver­ar­bei­te dafür Holz­leis­ten mit ca. 2,5 cm und Span­plat­ten mit 1 cm.Da ich die Abfäl­le natür­lich auf­be­wah­re ‚arbei­te ich die­se natür­lich mit ein,eventuelle Höhen­un­ter­schie­de sind kein Proplem,die Spach­tel­mas­se gleicht das ja aus.

Noch eine Tip:Vorsicht mit der Grund­plat­ten­grö­ße wenn die Krip­pe zb. in einem Schrank ver­staut wer­den soll und man die Plat­ten­grö­ße danach bemes­sen hat-man darf den Rah­men nicht ver­ges­sen-muss ihn also von der Plat­te abziehen.Ansonsten kann es dann zu unlieb­sa­men Pro­p­le­me führen,da die Krip­pe zu Breit für den Stau­raum ist.
Ich besor­ge den Rah­men schon im Vor­aus oder habe verschgie­de­ne auf Lager .
Die Grund­plat­te wird mit den Leis­ten umschlossen,je nach Grö­ße baue ich noch Quer­leis­ten ein,um ein ver­zie­hen der Plat­te zu vermeiden.
Die­se wer­den mit Leim und Nägel ange­bracht.( Bild 1 und 2)
Krip­pen soll­ten immer so gebaut werden,daß die Unter­sei­te und Rück­sei­te sau­ber ver­ar­bei­tet ist.Auf der Unter­sei­te soll­ten kei­ne Schrau­ben oder Nägel hervorschauen,die Ver­ka­be­lung soll­te sau­ber ver­legt und befes­tigt sein,und die Rück­sei­te gehört eben­falls gespach­telt und bemalt-ich habe hier schon die extrems­ten Aus­ufe­run­gen gesehen,dies wirft kein gutes Bild auf den Erbauer.
Mei­ner­seits Signie­re ich mei­ne Krip­pen immer auf der Unter­sei­te mit Namen und Datum.
Auf Bild 3 kann man sehen wie die nächs­te Ebe­ne auf­legt und anpasst wird.
Noch ein Detail am Rande.Damit die Grund­plat­te spä­ter nicht Möbel beschädigt,bringe ich Filz­klötz­chen an.Diese gibt es in ver­schie­dens­ten Aus­füh­run­gen zum kle­ben oder Schrauben.
Hier habe ich die Erfah­rung gemacht,daß man nicht spa­ren sollte,ein gutes Pro­dukt neh­men sollte.
Damit der Filz­fuß nicht wärend des Baus beschä­digt wird,ist die Anbrin­gung der letz­te Arbeitsschritt.

PS:da ich lei­der nur 3 Bil­der anhän­gen kann,unterteile ich den Bericht=Grundplatte

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 24. Sep­tem­ber 2010 11:13
(@mctranner)

Nun,nachdem lei­der nur 3 Bil­der ange­hängt wer­den kön­nen-sen­de ich die wei­te­ren Bau­a­schrit­te der Grund­plat­te ohne viel Kommentar.
Hier wird der wei­te­re Auf­bau der nächs­ten Ebe­ne gezeigt
Der Aus­schnitt in der Plat­te wird spä­ter die Quel­le bilden,die in einem klei­nen Bach weiterläuft.

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 7. Okto­ber 2010 13:35
(@krippenfreund)

Hal­lo Hans,

hät­te einen tech­ni­schen Verbesserungsvorschlag:
Wenn Du die Bil­der klei­ner und mit gerin­ge­rer Auf­lö­sung ein­stellt, kannst Du mehr davon einstellen.
Außer­dem ist es ein biss­chen umständ­lich, sich die Bil­der anzu­se­hen, weil sie auf­grund der Grö­ße nicht auf den (mei­nen zumin­dest) Bild­schirm passen.

Freu mich jeden­falls schon, mehr sehen zu dürfen.

Gruß
Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
Ver­öf­fent­licht : 7. Okto­ber 2010 14:51
(@bartkauz)

Ser­vus Hans

Hab ich eigent­lich irgen­wie was ver­passt oder gibts den Teil 3 tat­säch­lich nicht?

Wer­ner

Ant­wortZitat
Ver­öf­fent­licht : 9. Okto­ber 2010 20:13
(@mctranner)

herz­li­chen dank für die Rückmeldung
sowas pas­siert wenn man sich aus Eile sei­nen Bei­trag nicht selbst ansieht.
Es ist auch um eini­ges ein­fa­cher etwas zu erklären,wenn man mehr bebil­dern kann.
noch­mal danke

und nein,nichts verpaßt,bin mit Bil­dern bei teil 3 abgestürzt,smile

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 11. Okto­ber 2010 22:03
(@mctranner)

Nun habe ich die Bil­der verkleinert,ich hof­fe daß es nun ein­fa­cher für alle ist,sie zu betrachten.
Lei­der bleibt es bei 3 pro Beitrag,machen wir also das Bes­te daraus,ich muß somit die Bei­trä­ge kür­zer halten.
Ist die Grund­plat­te nun im Roh­bau fertig,kann man auf 2 Wegen weiterbauen.Zuerst den Stall und dann das Gelände,oder umgekehrt.
Ich habe mich für Zwei­te­res entschieden,also das Gelän­de zuerst.
Dafür ver­wen­de ich Zir­ben­holz für die Mauern,Weichfaserplatten für die Geländeformen,Holzleisten für die Zaun­säu­len und Lär­chen­holz für die Felsen.Leim,Nägel,Schrauben sor­gen für den siche­ren Halt.
Ab hier ist es auch sehr praktisch,eine klei­ne Band­sä­ge zu besit­zen (eskann eine bil­li­ge aus dem Bau­markt sein,sie muß weder Prä­zis­si­ons­schnit­te machen,noch vie­le Betriebs­stun­den laufen).
Mit ihr las­sen sich Fenster,Türen und Kur­ven ein­fachst ausschneiden.
Mei­ne Säge hat noch den Vorteil,eine Schleif­schei­be dabei zu haben,damit kann man die Weich­fa­ser­plat­ten bes­tens zuschleifen.
Auf Bild 2 kann man sehen,daß ich die Unebe­nen bzw. das Gelän­de aufbaue.Da der Bach­lauf ja in die Tie­fe soll,hebe ich das Gelän­de um ihm her­um an,so wird das Bäch­lein ech­ter wirken.
Auch die spä­te­re Stein­trep­pe wird vorgebaut.
Die Plat­ten wer­den mit Leim und Stif­ten aufgebracht.
Vorsicht,hier lau­ert die Gefahr,daß die Nägel durchschauen,und das wol­len wir ja nicht!
Auch hier ver­wen­de ich Res­te von frü­hern Krippenbauten,Spalten,unebenheiten gleicht die Spach­tel­mas­se aus.

Man wird auf den wei­te­ren Bil­dern feststellen,daß sich sowohl bei den Geländeformen,aber auch bei den Fel­sen noch eini­ges ändern wird,dies ergibt sich beim Wer­de­gang aus der Phan­ta­sie des Erbauers.
Das nächs­te mal brin­gen wir die Fel­sen in Form
Glo­ria et Pax
Hans

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 11. Okto­ber 2010 22:54
(@mctranner)

Lang­san wird es Zeit lie­be Krip­pen­bau­er-und ich muß mich sputen.
Auch wenn die Krip­pe real schon um eini­ges wei­ter gedie­hen ist, wie in den Bei­trä­gen hier-ist es noch ein gutes Stück arbeit.
Wie angekündigt,beginnt nun der Auf­bau der Felsen.
Manch­mal begin­ne ich mit dem Stall,lasse also das Gelän­de vor­erst bei Seite,aber in die­sem Fall baue ich zuerst das Gelände.Der Grund dafür ist,daß ich den Stall an bzw. auf die Fel­sen stel­len möchte.

Als Mate­ri­al ver­wen­de ich Lärchenrinde,durch einen Glücks­fall habe ich vor Jah­ren eine grö­ße­re Men­ge besor­gen können.Die Rin­den­tei­le wer­den zuerst aus­sor­tiert und auf die Krip­pe aufgelegt.Durch Zuschnei­den oder zurecht­zwi­cken wer­den sie grob anein­an­der angepaßt.
Wie man auf den Bil­dern sieht,bleiben noch genug Löcher,Ecken und Flä­chen übrig,die spä­ter mit Spach­tel­mas­se aus­ge­füllt und geformt wer­den müssen.So wer­den dann spä­ter gera­de Flä­chen zu klei­nen grü­nen Flä­chen gestreut,dies lockert den Fel­sen dann auf und ein Schaf kann dar­auf Platz finden.
Sobald alle Tei­le grob auf der Krip­pe pla­ziert sind,werden sie in Leim­was­ser geba­det bzw. getaucht.Dies dient der Rei­ni­gung und die Rin­de wird durch den Leim gehärtet,was für das spä­te­re Waschen wich­tig ist.
Ist das erledigt,werden die grö­ße­ren Tei­le mit­tels Leim und Schrau­ben befestigt,kleinere Tei­le auch mal mit Nägel.
Achtung:Auch hier soll­ten kei­ne Nägel,Schrauben durch die Boden­plat­te dringen.

Mit dem Leimwasser,ich habe immer eine grö­ße­re Men­ge angerührt,denn es hält lan­ge Zeit,bestreiche ich auch immer­wie­der die Span und Weich­fa­ser­plat­ten des Geländes.Sie bekom­men dadurch eine grö­ße­re Här­te und das Leim­was­ser bil­det eine Haftbrücke.

Nun wer­den noch alle Löcher in die Boden­plat­ten gebohrt und zb. die Zaun­pfäh­le ein­ge­leimt-der Holz­dü­bel für den Baum gesetzt,oder das Loch für das Hir­ten­feu­er gebohrt.Das Boh­ren nach auf­brin­gen der Spach­tel­mas­se zer­stört die­se meist etwas-also zie­he ich die­se Arbei­ten vor.
Zum Stand­ort des Baums ist zu sagen-Vor­sicht mit der Standortwahl.Der Baum soll­te den Blick auf den Stall nicht stören,sowie die Grö­ße zum Gelän­de passen.
Über den Baum und die Bepflan­zung wer­de ich am Ende der Bau­ar­bei­ten noch eini­ges erwähnen.

Ich wer­de noch einen Teil 7 mit Bil­dern der Fels­ge­stal­tung anhängen
Gloei­a­et Pax
Hans

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 2. Novem­ber 2010 22:14
(@mctranner)

Wie Ange­kün­digt noch wei­te­re Bil­der – viel Spaß !

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 2. Novem­ber 2010 22:16
(@mctranner)

Nun,liebe Krip­pen­freun­de kommt der etwas lang­wie­ri­ge Teil,die Mau­ern bzw. die Mauerreste.
Seit eini­ger Zeit schnei­de ich sie aus Zirbenholz,schnitze sie zurecht und lei­me sie auf.Sie wer­den danach eigent­lich nur mit wei­ser Dis­pres­si­ons­far­be gestri­chen und dann gewaschen,also Grundiert.Zum Schluss,beim Fassen,also bema­len-kom­men somit die ein­zel­nen Stein­struk­tu­ren zur Geltung.
Ruf­met Platten,echte Stei­ne ver­wen­de ich keine.
Da man beim Auf­lei­men ja auch Tro­cken­zei­ten hat,beginne ich immer an meh­re­ren Stel­len gleichzeitig.
Eini­gen wird Auf­ge­fal­len sein,daß inzwi­schen der Rah­men ange­baut ist,warum so früh,werden sicher­lich man­che fragen.Die Erklä­rung ist ein­fach-ich kom­me in die­sem Sta­di­um noch gut mit den Zwin­gen zu Gange.Da ich den Rah­men nie mit Nägel oder Schrau­ben befestige,sondern nur Anlei­me-muss ich die Leis­ten einspannen.Auch das Schlei­fen (mit Maschi­nen) ist ohne gro­ße Auf­bau­ten noch recht einfach.

Man kann auch sehen,daß ich alles was in die Boden­plat­te kommt,bereits mon­tiert habe,egal ob
es die Zaun­pfäh­le sind ‚oder der Holzdübel,auf dem der Baum ein­mal ste­cken soll.Natürlich kann dies auch nach dem Ver­spach­teln erfolgen,meist zer­stört man sich aber dabei den Untergrund .

Man kann auch sehen,daß ich eini­ge Stu­fen mit Bret­tern stütze,andere mit Mauersteinen,die Abwechs­lung bringt eine Krip­pe zum Leben.

Anschlie­send noch 3 Bilder,dann muß das klei­ne Back­häus­chen gebaut werden

Glo­ria et Pax

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 10. Novem­ber 2010 21:34
(@mctranner)

noch eini­ge Bilder

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 10. Novem­ber 2010 21:41
(@mctranner)

Nun begin­nen die Auf­bau­ten bzw. zuerstmal das gewünsch­te Backhäuschen.
Die­ses habe ich etwas Abseits plat­ziert und es wird spä­ter vom Baum über­schat­tet werden,ich den­ke ein rei­zen­des Bild.
Bei den Gebäu­den ver­wen­de ich Weichfaserplatten,natürlich Holz und Leim.Nur sehr wenig wird genagelt,die Weich­fa­ser­plat­ten ver­kle­be ich mit der Heisklebepistole,einfach um Zeit zu sparen.
Auch hier bewährt sich mei­ne klei­ne Band­sä­ge hervorragend.
In das klei­ne Back­haus habe ich eine rote Faden­lam­pe eingebaut,in der Hoff­nung daß man dann einen leich­ten röt­li­chen Schim­mer von der Glut sehen kann.
Gebäu­de baue ich immer einzeln,also ich ver­bin­de sie erst ganz zum Schluss,bevor das Gelän­de gespach­telt wird,mit der Bodenplatte.
Dies hat vie­le Vorteile.Man kann die Tei­le in die Hand nehmen,wenden und kommt somit sehr gut von unten hinein.Sei es für das Beizen,das Ver­put­zen oder für die Elektrik.

Vorsicht,die Lämp­chen immer so ein­bau­en und den Weg für die Ver­ka­be­lung so wählen,daß auch bei fest­ste­hen­dem Stall die Beleuch­tung im Fal­le einer Pan­ne getauscht wer­den kann.
Wei­ters ach­te ich immer darauf,daß das Licht nur dort durchscheint,wo ich es möchte,alles ande­re wird unsicht­bar abgeschirmt,verklebt.
(Es soll­te zb. kein Licht durch das Dach drin­gen-oder durch die Rück­sei­te auf die Wand)

Es wird auffallen,daß sich die Außen­wand des Back­hau­ses auf den Bil­dern ver­än­dert hat-der Grund ist ein lau­fen­der Pro­zess wärend des Bauens,oft bemerkt man dann daß Ansich­ten nicht ide­al sind,hier zb. wur­de mir die Wand zu hoch,da das Gebäu­de an einem Hang steht.Also habe ich einen Fel­sen angebaut,nun schaut es so aus,als wenn es dar­auf errich­tet wor­den wäre.Man lernt eben nie aus.

Glo­ria et Pax
Hans

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 14. Novem­ber 2010 13:34
(@mctranner)

Hal­lo lie­be Krippeler-
nun also muß der Stall gebaut werden.Hinweisen möch­te ich auf 2 Details auf den Bildern,einmal die gewünsch­te Mist­stät­te und die klei­ne Brü­cke über dem Bach.
Bei­de sind natür­lich nicht angeleimt,sie stö­ren somit nicht bei den fol­gen­den Arbeiten.
Die Mau­er­tei­le des Stalls ver­kle­be ich mit der Heisklebepistole,einfach nur um schnel­ler zu sein.Last euch nie dazu ver­lei­ten, Holz damit zu verkleben,die Halt­bar­keit kann einem unlieb­sa­me Über­ra­schun­gen bereiten.Expressleim ist immer noch das bes­te Mittel,zwar lang­sa­mer durch die Trockenzeit,aber ich baue immer an meh­re­ren Holz­tei­len gleichzeitig.Bastle also neben­her an der Türe,dem Fens­ter usw.
Ver­wen­det wer­den Holz­leis­ten mit 10/10 und 12/12 aber auch 12/14-alles nicht so tragisch,alte Stäl­le sol­len ja wind­schief und urig aussehen.
Nach­dem der gemau­er­te Teil zusam­men­ge­klebt ist,male ich ihn innen weis,damit man spä­ter beim Blick durch das Fens­ter oder der Türe nicht die brau­nen Plat­ten sieht,aber auch die Beleuch­tung wirkt dadurch besser.Nicht ver­ges­sen soll­te man ‚nach oben den Raum mit einer Decke zu verschliesen,ansonsten wird das Licht spä­ter durch alle Dach­rit­zen leuchten,das ist unrea­lis­tisch und störend.
Wie man auf dem ers­ten Bild sehen kann,muß der Stall über das Eck gebaut werden,die Krip­pe ist lei­der eher schmal.Dies wird einen kom­ple­zier­te­ren Dach­stuhl zur Fol­ge haben,auch die Dach­nei­gun­gen sind somit verschieden.Damit es doch etwas anschau­lich wird,muss geschwin­delt werden.Ich las­se das Dach ganz ein­fach nach hin­ten einfallen,kaputt sein-wir wer­den das noch sehen..
Auf dem zwei­ten Bild ist die Türe zu sehen,ich habe mich für eine geteil­te Varia­ti­on entschieden,dies belebt das Bild etwas.
Für die Türe neh­me ich eine 5mm Hartfaserplatte,leime ver­schie­den­brei­te Holz­fur­nie­re darauf,nicht ohne den ein­zel­nen Brett­chen die Fasen zu nehmen,somit wer­den dann die Bret­ter bes­ser sichtbar.Sobald es tro­cken ist,schneide ich die Plat­te samt Brett­chen auf das rich­ti­ge Maß.Danach wird von hin­ten die Türe an den Tür­stock geklebt,und schon wie­der ist es ideal,daß man den Stall umdre­hen kann.Damit der obe­re Tür­teil geöff­net mon­tiert wer­den kann,klebe ich auf der Rück­sei­te Bän­der (ide­al sind Ver­pa­ckungs­bän­der um Pakete)aus denen man zB. auch schö­ne schmie­de­ei­se­ne Angeln schnei­den kann.
In die­sem Fall wer­den sie unsicht­bar als Hal­te­rung verwendet.Damit die Öff­nung sta­bil bleibt,wird die Türe mit einem Holz­leist­chen von hin­ten angeklebt.

Auf der lin­ken Sei­te habe ich,um etwas aufzulockern,ein Fens­ter in die Holz­scha­lung geschnitten.
Wei­ters kann man rechts neben der Türe eine Ver­tie­fung sehen,hier wer­den die Zie­gel eingeklebt,so daß es rea­lis­tisch aus­sieht wenn dort der Putz abge­brö­ckelt ist.

das nächs­te Mal wer­den wir den Dach­stuhl samt Ver­klei­dun­gen bauen
Glo­ria et Pax
Hans

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 18. Novem­ber 2010 22:17
(@mctranner)

Vor­ab eini­ge Bil­der vom Dach­stuhl­bau und vor­ab mal schö­ne Grü­ße aus Tirol,wo die Ber­ge schon weis sind und die ers­ten Flo­cken schon gefal­len sind.Also heist es nun ‚sich sputen.Natürlich ist die Krip­pe schon eini­ge Schrit­te wei­ter-die­ses Wochen­en­de noch die letz­te Mon­ta­ge der Beleuch­tung und ich kann verraten,sie ist nicht übel geworden.

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 23. Novem­ber 2010 19:48
(@mctranner)

Nun ist also der Dach­stuhl soweit ferig,kompakt ver­leimt kann man das gute Teil nun pro­p­lem­los halten,wenden und bearbeiten.Über dem Stall habe ich einen Lager­bo­den eingebaut,wo man spä­ter Gebrauchs­ge­gen­stän­de aus dem Land­le­ben lagern kann.
Auf dem zwei­ten Bild ist eine Stell­pro­be für den Baum zu sehen,das Back­haus ist so gut wie fertig,der Baum wird lei­der eine Über­gangs­lö­sung werden.
Ich ver­wen­de Vor­zugs­wei­se Bonsaibäumchen,sie haben die bes­ten Pro­por­tio­nen im Maßstab.Leider sind mir mei­ne Zulie­fe­ran­ten heu­er ausgefallen,von denen ich abge­stor­be­ne Bon­sai immer­wie­der bekom­me (Bau­markt und Gärtnerei).
Da der Baum aber steck­bar ist,wird es eben im nächs­ten Jahr einen ande­ren Baum abgeben.

Auf Bild 3 kann man ein noch hin­zu­ge­kom­me­nes Stück Mau­er sehen mit den davor auf­ge­leim­ten Grund­höl­zer für ein Stangenlager,so ein Detail macht sich immer gut.Auch die ver­leim­ten spä­te­ren Stein­plat­ten für den Stall sind zu sehen.

Nun kann es dar­an gehen,davon gibt es kei­ne Bilder,alles was Holz ist zu Beizen.Ich ver­wen­de Was­ser­bei­zen in 2 Brauntönen.Einmal eine brau­ne Grund­bei­ze in die ich nach dem Trock­nen mit der zweiten,fast grün­lich­brau­nen Bei­ze hineinmale.
Lei­der weis ich aus Erfah­rung ‚daß bei mei­nen Foto­gra­fi­schen Qua­li­tä­ten und der Neon­be­leuch­tung das Holz auf den Bil­dern lei­der glänzt,natürlich wer­den alle Far­ben bei mei­nen Krip­pen auf alt getrimmt.Ganz zum Schluss wird das holt noch Pat­te­niert-also gräu­li­che Kan­ten und Flä­chen aufgebracht.Dafür wird Dis­pres­si­ons­far­be ver­wen­det die mit einem Pin­sel auf­ge­tupft wird.Dies ist mit Vor­sicht auszuführen,zu schnell gibt es einen unna­tür­li­chen wei­sen Belag.Ich begin­ne immer auf der Rück­sei­te des Gebäudes,um dafür wie­der ein Gefühl zu bekommen. 

Inzwi­schen ist auch die Beleuch­tung im Stall eingebaut,man muss aber immer dar­auf ach­ten daß sie spä­ter bei Pan­nen aus­tausch­bar ist.

Mehr vom Stall das nächs­te mal
Glo­ria et Pax
Hans

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 23. Novem­ber 2010 20:17
Sei­te 1 / 5