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Krippen perspektivisch bauen

(@krippenfreund)

Hal­lo beisammen,

bin gera­de dabei einen Auf­bau für einen Kin­der­mord zu machen und woll­te dabei per­spek­ti­visch bauen.
Wenn mei­ne Gebäu­de ent­lang der hori­zon­ta­len Flucht (also zur Mit­te der Grund­plat­te hin) ste­hen ist alles klar. Bloß was ist, wenn ich mei­ne Gebäu­de dre­hen will, mei­ne Mau­ern also nicht ent­lang der Flucht verlaufen??
Das sel­be Pro­blem habe ich dann auch bezüg­lich der ver­ti­ka­len Flucht. Muss ich beim gedreh­ten Gebäu­de auch den mit­ti­gen Flucht­punkt anpei­len oder muss ich da dann irgend­wo anders hin anpeilen.

Bin bis jetzt so vor­ge­gan­gen wie die Ita­lie­ner; mit Schnur und Fluchtpunkt.

Wäre super, wenn mir jemand wei­ter­hel­fen könnte.

Gruß
Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Zitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 16. Okto­ber 2013 18:55
(@krippenfreund)

Hal­lo beisammen!

ich glau­be mei­ne Pro­blem­stel­lung erfo­dert noch eine gwis­se Präzisierung
Ich hof­fe, dass ich dies­mal viel­leicht von jeman­dem eine Ant­wort bekom­me; wäre näm­lich drin­gend. Sonst kann ich mei­nen Bau nicht fortsetzen.

Vie­len Dank bereits im Voraus.

Bes­te Grüße
Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 19. Okto­ber 2013 00:01
(@de-nitzemer)

Hal­lo Christian,

da hast Du aber gleich den Fin­ger in die Wun­de gelegt… Die Tech­nik mit dem Faden und dem Nagel im Flucht­punkt, wel­che Du so schön mit Skiz­zen dar­ge­stellt hast, funk­tio­niert am bes­ten bei Dar­stel­lun­gen mit nur einem Flucht­punkt. Dazu müs­sen alle Gebäu­de mit einer Wand par­ral­el zur Vor­der­kan­te und der ande­ren gera­de nach hin­ten ste­hen. Wenn Du Gebäu­de hast, die nicht in die­ses Sche­ma pas­sen, so musst Du für sie eige­ne Flucht­punk­te setzen. 

Sehr schön erkennt man das in dem anlie­gen­den Bild an einer Stra­ßen­kreu­zung. Die bei­den Stra­ßen füh­ren unter 45° vom Betrach­ter weg. Jede hat ihren eige­nen Flucht­punkt. Alle Häu­ser, die par­al­lel zuein­an­der sind haben den glei­chen Flucht­punkt. Die Regel lau­tet (in mei­nen Worten):
Der Flucht­punkt liegt in der Mit­te des Hori­zonts, wenn das Haus wie oben beschrie­ben quer zum Betrach­ter steht. Die­se Häu­ser brau­chen nur einen Fluchtpunkt.

Häu­ser, die schräg zum Betrach­ter ste­hen, brau­chen zwei Flucht­punk­te. Man sieht das schön in dem Bild von Doug DuBos­que http://www.amazon.de/Zeichnen-Schritt‑f%C3%BCr-Perspektive/dp/3822808296/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1382299487&sr=8–1&keywords=dubosque+perspektive. Die bei­den Flucht­punk­te lie­gen am bes­ten wie im Bei­spiel 2 rechts und links neben der Krip­pe. Wenn das Haus gera­de unter 45° zur Vor­der­kan­te steht gleich weit nach rechts und links. Wie weit die Flucht­punk­te aus­ein­an­der­lie­gen soll­ten, pro­bierst Du am bes­ten mit Blei­stift und Line­al auf einem Grund­riß aus.

Alle Häu­ser, die par­al­lel zuein­an­der sind, haben einen gemein­sa­men Fluchtpunkt. 

Ich hof­fe, das hilft etwas wei­ter, und
Viel Erfolg

Ant­wortZitat
Ver­öf­fent­licht : 20. Okto­ber 2013 23:24
(@krippenfreund)

Hal­lo de Nizemer,

vie­len Dank für Dei­ne Ausführungen.
Hat mir schon sehr viel weitergeholfen.
Aber es blei­ben immer noch vie­le Fra­gen offen.
Dann bau ich halt ein­fach mal wei­ter; wird schon schief gehen. *g*

Also noch­mals DANKE!!!

Wenns inter­es­siert kann ich ja mal ein paar Bil­der einstellen.

mfG
Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 22. Okto­ber 2013 08:58
(@de-nitzemer)

Hal­lo Christian,

anbei noch eine wirk­lich hilf­rei­che Samm­lung von Hin­wei­sen zur Per­spek­ti­ve: http://www.unterricht.kunstbrowser.de/bildnerischemittel/bildraumplastizitaet/fluchtpunktperspektive/index.html.

Im Kapi­tel „Zen­tral­per­sek­ti­ve“ wird für kom­ple­xe und schief­ste­hen­de Kör­per für die rich­ti­ge per­spek­ti­vi­sche Dar­stel­lung das „Ras­ter­auf­bau­ver­fah­ren“ emp­foh­len (Sei­te 7). Es läuft dar­auf hin­aus, dass man den Raum in klei­ne Wür­fel ein­teilt. Die­ses Git­ter wird per­spek­ti­visch ver­zerrt und die dar­zu­stel­len­den Kör­per von einem Ras­ter zum ande­ren über­tra­gen. Die Metho­de ist recht ein­fach und ein­leuch­tend, aber man kann sie nicht auf einem Stück Rest­holz machen, son­dern muss das Mil­li­me­ter­pa­pier bemü­hen. Lies ma – es lohnt sich.

Inter­es­sie­ren wird Dich dane­ben der Bei­trag zur 2‑Fluchtpunktperspektive. Er ist ein wenig kom­pli­ziert aber beant­wor­tet vie­le Fra­gen, die sich so stellen.

Gruß
de Nitzemer

Ant­wortZitat
Ver­öf­fent­licht : 23. Okto­ber 2013 00:23
(@krippenfreund)

Hal­lo de Nitzemer,

vie­len Dank für Dei­ne Unter­stüt­zung; hat mir sehr weitergeholfen.

Heu­te anbei mal ein paar Bil­der von der Umset­zung Dei­ner Aus­füh­run­gen in die Praxis.

Per­fekt ist mein „Werk“ sicher­lich nicht, aber ich den­ke man kann’s anschau­en. Zumal ich auch zeit­tech­nisch etwas auf die Tube drü­cken muss.

Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 3. Novem­ber 2013 15:22
(@krippenfreund)

… und hier noch ein Bild von den Figuren.

Inter­es­sant war v.A., wo ich die Figu­ren hin­stel­le, da ja alle die sel­be Grö­ße haben.
Folg­lich kon­zen­triert sich alles auf die Ebe­ne ca. auf Höhe der Tür rechts. Da sind näm­lich mei­ne ECHTEN 8 cm; also die Grö­ße der Figuren.

Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 3. Novem­ber 2013 15:27
(@de-nitzemer)

Hal­lo Christian,

das sieht echt gut aus. Die Sache mit den Figu­ren ist tri­cky. Natür­lich möch­te man nicht ale Figu­ren an der glei­chen Stel­le haben, aber meis­tens gibt es sie ent­we­der nur in einer Grö­ße oder die ver­füg­ba­ren Grö­ßen sind zu unter­schied­lich. Wenn Du einen gegos­se­nen Gips-Fuß­bo­den oder etwas ähn­li­ches ver­wen­dest, gibt es einen klei­nen Trick:

1. Für die hin­te­ren Figu­ren kratzt man den Boden aus und gräbt sie soweit ein, dass die Sockel verschwinden.
2. Die mitt­le­ren Figu­ren wer­den ein­fach auf den Boden gestellt und die Sockel farb­lich angepasst.
3. Ganz vor­ne ver­dop­pelt man den Sockel mit etwas Gips oder Sty­ro­dur und ver­steckt ihn hin­ter klei­nen Fini­men­ti (Taschen, Kar­ren, Marktstände). 

Auf die­se Wei­se kom­men die Köp­fe aller Figu­ren, die auf dem glei­chen Boden ste­hen, auf unge­fährt die glei­che Höhe.

Ich bin gespannt, wie Dei­ne Krip­pe aus­sieht, wenn sie ver­putzt ist. Wirst Du den übli­chen Krei­de – Schleif­mehl – Leim – Putz ver­wen­den oder mit Gips oder Spach­tel­mas­se arbeiten?

Ant­wortZitat
Ver­öf­fent­licht : 8. Novem­ber 2013 19:35
(@krippenfreund)

Hal­lo de Nitzemer,

also ver­putzt habe ich bereits. Ich habe dazu uni­flott genom­men und dann noch­mals alles mit einem Gemisch aus wand­far­be, roll­putz und tie­fen­grund ein gestri­chen. Der Putz soll­te näm­lich nicht zu rau wer­den und ich hat­te nicht alles veputzt. Den tie­fen­grund neh­me ich immer, damit beim pati­nie­ren die Far­be sich leich­ter wie­der weg­wi­schen lässt.

Der Boden ist eben­falls aus sty­ro­dur. Wie ich die Figu­ren jetzt letzt­end­lich plat­zie­re weiß ich immer noch nicht.
Jetzt geht’s erst mal an die Klein­tei­le wie Türen und co.

Schi­cke Bil­der, wenn alles wie­der ein biss­chen bes­ser aus­sieht. Momen­tan herrscht Cha­os in der „Stadt“.

Eins wollt ich noch los wer­den. Hab ges­tern eine Eisen Tür aus sty­ro­dur gebas­tet und sie mit rost­mit­tel zum ros­ten gebracht. Schaut echt super aus. Aber ich glau­be, da mache ich einen extra Bei­trag daraus.

Bis denn.

Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 12. Novem­ber 2013 09:25
(@krippenfreund)

Hal­lo beisammen,

so, ich bin fer­tig mit mei­nem „Kin­der­mord“ und woll­te dazu noch ein paar Bil­der einstellen.

Auf dem ers­ten Bild sieht man die Gebäu­de bereits ver­putzt. Ver­wen­det hat­te ich – wie bereits beschrie­ben – zuerst Uni-Flott, das ich noch von mei­nem Umbau übrig hat­te. Der Vor­teil hier ist, dass die­se Mas­se kunst­stoff­ver­gü­tet ist und dadurch här­ter wird als her­kömm­li­che Spach­tel­mas­sen. Als nächs­tes hat­te ich dann alles mit Tie­fen­grund ein­ge­stri­chen; und als letz­tes dann alles noch­mals mit einem Gemisch aus Abtön­far­be, Roll­putz (Sakret) und Tiefengrund.
Der Vor­teil – unab­hän­gig vom unver­hält­nis­mä­ßig hohen Zeit­auf­wand – ist, dass nun die gan­ze Geschich­te bom­ben­hart ist und der Putz nicht zu rau rüber kommt; so wie es bei einer ori­en­ta­li­schen Krip­pe erwünscht ist. Außer­dem sind dadurch mei­ne Bau-Res­te weni­ger gewor­den. *g*

Beim nächs­ten und über­nächs­ten Bild sind die Gebäu­de bereits fer­tig bemalt und die Türen auch schon ein­ge­baut. Gemalt habe ich übri­gens mit Pul­ver­far­ben und ver­fes­tigt – wie könn­te es anders sein – mit Tie­fen­grund (aus der Sprüh­fla­sche). Klar­lack (auch was­ser­ba­siert) ging näm­lich wegen dem Sty­ro­dur nicht.
Den Anstieg des Gelän­des habe ich eben­falls mit Sty­ro­dur bewerk­stel­ligt. Auch hier habe ich dann alles mit dem oben genann­ten „Spe­zi­al­ge­misch“ eingepinselt.
Die Figu­ren­po­si­tio­nen habe ich natür­lich auch gleich fest­ge­legt und den Unter­grund an den betrof­fe­nen Stel­len ent­spre­chend in die Waag­rech­te gebracht. Ein­zi­ger Nach­teil: Ohne das Bild mit den Figu­ren-Plat­ten-Umris­sen geht nichts mehr.

… und jetzt ist das Teil ENDLICH und GOTT SEI DANK fertig!!!

Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 18. Novem­ber 2013 14:06
(@krippenfreund)

Chris­ti­an ( http://www.schnitzkunst-online.de )

Ant­wortZitat
The­men­star­ter Ver­öf­fent­licht : 18. Novem­ber 2013 14:08