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Elternhaus als Alpenländische Krippe – 98. Tips

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(@schmar)
Bei­trä­ge: 151 
The­men­star­ter
 

Hal­lo

Hier möch­te ich ver­schie­de­ne Sachen zusam­men fas­sen, die mir so beim bau­en auf­ge­fal­len sind.
Mir sind auch eini­ge Feh­ler pas­siert oder mir sind Sachen auf­ge­fal­len, die man hät­te bes­ser / cle­ve­rer machen können, …
Und das könn­te ja für ande­re Krip­pen­bau­ern (beson­ders für die Anfän­ger wie auch mich) inter­es­sant sein zu lesen.
Ich wer­de nach und nach Bei­trä­gen in die­ses The­ma schrei­ben, so wie mir Sachen einfallen

mfg Mar­cel

 
Ver­öf­fent­licht : 8. Janu­ar 2014 15:17
(@schmar)
Bei­trä­ge: 151 
The­men­star­ter
 

Bei­zen
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Bei mei­ner ers­ten Krip­pe die ich 2012 gebaut habe, habe ich die Gebäu­de mit nor­ma­ler Holz­far­be gefärbt und nichts gebeizt. Der Grund war ein­fach: Ich hat­te bis dahin noch nie mit Bei­ze zu tun und war damals zu ängst­lich das aus­zu­pro­bie­ren. Da aber in den Foren immer wie­der von Bei­zen gespro­chen wird und nicht viel von Fär­ben, habe ich bei der Krip­pe 2013 ers­te Ver­su­che mit Bei­ze gemacht und muss sagen, dass ich begeis­tert war.
Um nicht sofort gros­se Men­gen zu kau­fen (da das ja schon etwas ins Geld geht und ich nicht sicher war ob ich Bei­ze oder Fär­be) habe ich mir die­se klei­nen Tüten Pul­ver­bei­ze gekauft, die nur 3 oder 4€ kos­ten und 250ml Bei­ze erge­ben. Die bekommt man in jedem guten Bau­markt. Ich habe mir 4 Farb­tö­ne gekauft. Die­se muss man in kochen­dem Was­ser auf­lö­sen und sobald die gan­ze Sache kalt ist kann man die Bei­ze benut­zen. Also nichts Wildes.

Hier mal die gröss­ten Vor­tei­le von Bei­ze gegen­über nor­ma­ler Holz­far­be die mir so auf­ge­fal­len sind:
– Streicht sich viel bes­ser und ver­teilt sich super leicht auf dem Holz
– Trock­net extrem schnell – Man kann ein Holz bei­zen und es 2 Minu­ten spä­ter mit den Fin­gern anfas­sen und kle­ben ohne Saue­rei an den Fin­gern zu haben
– Man kann es belie­big mit Was­ser län­gen um unter­schied­li­che Far­ben zu bekommen
– Man kann meh­re­re Bei­zen unter­ein­an­der mischen
– Man kann damit auch sehr gut Sand fär­ben um z.B. einen Boden in schwarz oder dun­kel braun zu machen
– Wenn man die Bei­ze so rich­tig grob auf das Holz auf­trägt, ent­ste­hen nach dem Trock­nen so dunk­le Fle­cken, die das Holz alt aus­se­hen lassen
– Der Pin­sel wird nicht hart wenn er mal 2–3 Stun­den nicht benutzt wird und nicht gewa­schen wur­de. Daher konn­te ich den Pin­sel den gan­zen Abend in der Bei­ze las­sen und erst am Ende ein­mal waschen
– Man kommt ewig mit 250ml Bei­ze aus – ich hab manch­mal das Gefühl dass die Bei­ze nicht weni­ger wird
– Wenn man meh­rer gebeiz­te Höl­zer auf­ein­an­der legt, kle­ben sie nicht zusammen

Nach­tei­le:
– Holz­leim lässt sich mit Bei­ze nicht fär­ben – dazu wei­ter unten mehr Info
– Geht ver­dammt schlecht von den Fin­gern wie­der ab – Die­se Ein­weg­hand­schu­he sind schon emp­feh­lens­wert wenn man viel bei­zen muss – weiss ich aus eige­ner Erfahrung :-(
– Rin­de von Ästen lässt sich nicht beizen
– Mei­ne Mit­ze­kat­ze trinkt das Zeug – aber das Pro­blem wird wohl nicht jeder haben :-)

Das The­ma Bei­ze ist schon hier dis­ku­tiert wor­den und so wie ich das mit­be­kom­men habe ver­wen­den eini­ge die Was­ser­bei­ze nicht, da sie über­quol­le­nen Holz­leim nicht deckt. Lack-Lasu­ren kön­nen das anschei­nend. Aber damit habe ich kei­ne Erfah­rung, und will des­halb dazu nichts sagen, um nichts Fal­sches zu sagen.
Das Pro­blem dass über­quol­le­ner Holz­leim nicht gefärbt wer­den kann habe ich nach einem Tip von mct­ran­ner anders gelöst: Zuerst die Holz­stü­cke zurecht­schnei­den, dann bei­zen, auf ein Stück Papier (Zei­tung oder ähn­li­chem Saug­fä­hi­gem Mate­ri­al) legen, und sobald es tro­cken ist kle­ben. Dann kann auch Holz­leim über­quel­len, aber das macht nichts, da das Holz ja schon kom­plett gefärbt ist.
Man kann sogar gebeiz­tes Holz im nas­sen Zustand kle­ben, das ist aller­dings viel­leicht etwas Saue­rei für die Fin­ger, daher habe ich das sel­ten gemacht. Es war auch fast nie nötig, da Bei­ze so schnell trocknet.

Wenn man vie­le klei­ne Tei­le bei­zen will, habe ich mir oft die Tei­le in die Bei­ze gewor­fen und dann mit der Pin­zet­te raus­ge­fischt – geht ruckzuck!

Beim Dach habe ich fol­gen­de 2 Ver­su­che gemacht: Das Dach vom Neu­bau habe ich erst geklebt und dann gebeizt und beim Dach vom Alt­bau habe ich erst gebeizt und dann geklebt. Dabei habe ich gemerkt dass es VIEL ein­fa­cher ist zuerst zu bei­zen und dann zu kle­ben. Das Bei­zen von den gan­zen Schin­deln geht viel schnel­ler wie ein fer­ti­ges Dach mit Pin­sel zu bei­zen. Da kommt man so schlecht in die gan­zen Ecken, …

mfg Mar­cel

 
Ver­öf­fent­licht : 8. Janu­ar 2014 15:18
(@schmar)
Bei­trä­ge: 151 
The­men­star­ter
 

Gips
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Um das Gelän­de zu for­men fand ich es sehr ein­fach Gips zu benut­zen (ich hat­te des auch noch vom letz­ten Jahr übrig). Die gro­be Form wur­de zwar durch die Weich­fas­ser­plat­ten bestimmt, aber letz­te Details und Erhe­bun­gen, … las­sen sich doch ein­fa­cher mit Gips modellieren.
Ich benut­ze 2 ver­schie­de­ne Sor­ten von Gips:
– Nor­ma­ler Gips der nach 1 Stun­de erst tro­cken ist
– Elek­tri­ker Gips der nach 10 Minu­ten tro­cken ist (laut Beschrei­bung auf der Packung). Ich hat­te aller­dings das Gefühl, dass der nach 3–4 Minu­ten schon hart ist und sich nicht mehr strei­chen lässt.

Aber für bei­de Sor­ten gibt es gute Einsatzmöglichkeiten:
Nor­ma­ler Gips (Hart nach 1 Stunde)
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– Gelän­de Model­lie­ren (dann hat man genug Zeit um alles zu verstreichen, …)
– Wän­de ver­put­zen, denn man brauch schon ein wenig Zeit um den Gips (bzw die Mischung aus Gips, Leim­was­ser und Säge­spä­nen) schön zu ver­strei­chen um nicht zuviel die Fens­ter­rah­men, … zu bekleckern

Elek­tri­ker Gips (Hart nach ein paar Minuten)
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– Um mal schnell klei­ne Pan­nen im Gelän­de zu behe­ben (wenn man mal einen Eck aus­ge­bro­chen hat beim bohren, …)
– Fel­sen gestalten
– Senk­rech­te Tei­le Gip­sen (wie bei mir die Bruch­stein­mau­er vor­ne vor­bei). Weil der Gips so schnell tro­cken ist, bleibt er bes­ser ste­hen und „läuft“ nicht.
– Klei­ne Details gip­sen wie z.B. bei mir die weis­sen Steine

Auf­ge­tra­gen habe ich den Gips meist mit einem Spach­tel und ver­teilt auch mit einem Spach­tel oder einem Pin­sel – das geht sehr gut.

mfg Mar­cel

 
Ver­öf­fent­licht : 8. Janu­ar 2014 15:18
(@schmar)
Bei­trä­ge: 151 
The­men­star­ter
 

Holz­leim
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Was den Holz­leim angeht, benut­ze ich haupt­säch­lich 2 ver­schie­de­ne Sorten:
– Nor­ma­ler Holzleim
– Expressleim

Der Nor­ma­le Holz­leim ist nach 30 Minu­ten hart (ein geschätz­ter Wert).
Der Express­leim ist bereits nach 5 Minu­ten hart, aber noch nicht kom­plett aus­ge­här­tet. Wenn man Tei­le mit Express­leim zusam­men­klebt, dann kann man halt viel schnel­ler arbei­ten wie mit nor­ma­len Leim, aber man muss die Tei­le trotz­dem vor­sich­tig behan­deln, da der Express­leim nach 5 Minu­ten noch nicht rich­tig hart ist.

Ver­wen­dung der 2 ver­schie­de­nen Leime:
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Nor­ma­ler Holzleim:
– Um Leim­was­ser herzustellen
– Um gros­se Flä­chen ein­zu­strei­chen wo ich Stei­ne oder Sand drauf streue (der Hof z.B.). Der Express­leim wird hier zu schnell hart und es kann pas­sie­ren, dass der Express­leim schon gezo­gen hat bevor man die gan­ze Flä­che ein­ge­stri­chen hat.

Express­leim:
– Alles was aus Holz geklebt wer­den muss (da er halt viel schnel­ler trock­net wie nor­ma­ler Leim)
– Mit Torf ver­mi­schen um den Gar­ten­dreck oder den Mist­hau­fen zu mischen

An Fla­schen habe ich immer fol­gen­des zur Hand:
– Gros­se Fla­sche (500ml) nor­ma­ler Holzleim
– Gros­se Fla­sche (500ml) Expressleim
– Gros­se Fla­sche (500ml) mit Leimwasser
– Klei­ne Fla­sche (100ml) mit Expressleim
– Sprit­ze mit Expressleim

Da die klei­ne Fla­sche Express­leim so hand­lich ist, benut­ze ich fast nur die­se Fla­sche. Für klei­ne Stel­len ist die Sprit­ze super geeig­net. Die gros­se Fla­sche Express­leim benut­ze ich nur, wenn ich viel Leim auf ein­mal brau­che. Für den stän­di­gen Gebrauch ist die gros­se Fla­sche zu unhand­lich und die Öff­nung zu gross.

mfg Mar­cel

 
Ver­öf­fent­licht : 8. Janu­ar 2014 15:19
(@schmar)
Bei­trä­ge: 151 
The­men­star­ter
 

Gar­ten­er­de
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Im Gar­ten hat­te ich ein klei­nes Hoch­beet, das ich mit rich­ti­ger Blu­men­er­de gefüllt hat­te. Die­se Erde hat­te ich vor­her gesiebt mit einem Küchen­sieb um die gros­sen Tei­le raus zu bekommen.
Damit die Erde schön fest wird, habe ich sie mit Holz­leim ver­mischt, Damit die­se Mas­se sich bes­ser hand­ha­ben lässt, habe ich auch noch etwas Was­ser dazugegeben.
Mitt­ler­wei­len hat sich aber gezeigt, dass die Erde „geschrumpft“ ist, und zwi­schen Erde und Bret­ter vom Hoch­beet ein Spalt von +- 3mm ent­stan­den ist. Ich den­ke mal das lag dar­an, dass das Was­ser mitt­ler­wei­le ver­duns­tet ist. Daher wür­de ich mal vor­schla­gen, dass man sich für sol­che Sachen Blu­men­er­de trock­nen soll­te und kein Was­ser dazu­ge­ben soll­te zum mischen.

Die­se Mas­se habe ich auch im Gar­ten als „Erde“ benutzt. Da kann man auch sehen, dass die Erde geschrumpft ist und ris­se bekom­men hat.

mfg Mar­cel

 
Ver­öf­fent­licht : 24. Janu­ar 2014 12:21