Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Schwärzen, Waschen und Grundieren
Schwärzen der Krippe in mehreren Phasen

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Schwärzen, Waschen und Grundieren

Dieser Arbeitsgang ist eine spannende Sache, da sich die Krippe nun total verändert. Wird die Grundierung gut ausgeführt – das ist bei etwas Übung möglich –, müssen die Mauern und die Wände des Stalls kaum noch nachgebessert werden: etwas Bräunen, dunklere Schattierungen, und schon ist der Stall fertig.

Schwärzen der Krippe in mehreren Phasen

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Krippenzubehör und -botanik
Begrünung auf der Krippe

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Krippenzubehör und -botanik

Inzwischen habe ich nebenbei (z.B. in den Trocknungspausen) das Zubehör angefertigt, auch das benötigt seine Zeit zum Trocknen und Bemalen: So ist eine Stangenlage, eine Holzlage, das Lagerfeuer oder die Zäune entstanden. Eine Heuraufe, Bank und ein kleiner Zwischenboden in der Krippe ist auch fertig. Natürlich darf man die Brücke und den Misthaufen nicht vergessen, alles wird eingebaut, nachdem die Krippe gestreut ist, es würde sonst die Arbeiten behindern.

Ein wenig möchte ich noch auf die Krippenbotanik eingehen: auf den Bildern habe ich andeutungsweise etwas Grün auf die Krippe gegeben. Natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten: es kann künstliches Gebüsch oder Belaubung sein, oder haltbar gemachtes Grün. Ich ziehe die eigentlich einfachste und natürlichste Bepflanzungsvariante vor, die sich seit Jahren bewährt hat und keine fünfzehn Minuten beansprucht: Anfang Dezember treibt es mich auf ausgesuchte Plätze, dort stehen Büsche oder Sträucher, die ich sanft beschneide. Auch im eigenen Garten stehen zwei Sträucher und somit ist das ganze in fünf Minuten geerntet. Ich beschaffe gleich jene Menge die für eventuell nötigen zwei Bestückungen ausreicht: Sollte das Grün zwischendurch zu stark bräunen, wird es einfach ausgetauscht.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Spachteln bzw. Verputzen der Gebäude
Die Rückseite des Krippenstalls wird verspachtelt

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Spachteln bzw. Verputzen der Gebäude

In den nächsten Bauphasen wird sich die Krippe nun laufend verändern, bei manchen Unwissenden werden Zweifel aufkommen, beim Krippenbauer, der das Endergebnis ja seit Beginn vor seinem geistigen Auge hat, wird Spannung und Freude aufkommen.
Jetzt wird also die Krippe verputzt, alles in Form gebracht, Felsen und Landschaft ausgebessert und nachgeformt. Noch ist die Krippe kontrastlos, die Holzbauten und die braunen Mauern samt der Grundplatte bilden eine braune Einheit, das wird sich nun jedoch ändern.

Als Spachtelmasse verwende ich, wie schon einmal angedeutet, fertige Spachtelmasse vom Baumarkt. Früher habe ich mit Leimwasser, Schlemmkreide und Sägemehl gearbeitet, dies war jedoch sehr aufwendig im Anrühren und langwierig in der Trocknung: Spachtelmasse hat den Vorteil, fertig aus der Dose verwendet werden zu können, streichbar zu bleiben, aber in ein paar Stunden sehr hart zu werden.
Zuerst wird die ganze Krippe mit Leimwasser bepinselt, außer den Holzteilen. Dies dient als Haftbrücke und härtet zusätzlich noch einmal die Weichfaserplatten. Dann beginnen die Verputzarbeiten, zuerst natürlich der Stall, damit dieser dann auf die Grundplatte aufgeleimt werden kann. Als Werkzeug dienen eine Modellierspachtel und ein Pinsel.
Der Stall wird mit der Spachtel geformt, er soll grob und alt aussehen. Risse werden noch hineingezogen und auch die Rückseite verdient verputzt zu werden, wie anfangs erwähnt. Die verputzte Rückseite wird uns dann später als Testfläche für Farben dienen.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Elektrik bzw. Beleuchtung
Baufortschritt der Krippe

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Elektrik bzw. Beleuchtung

In das kleine Backhaus habe ich eine rote Fadenlampe eingebaut, sodass ein leichter rötlicher Schimmer von der Glut sichtbar wird. Vorsicht, die Lämpchen immer so einbauen und den Weg für die Verkabelung so wählen, dass auch bei feststehendem Stall die Beleuchtung im Falle einer Panne getauscht werden kann. Weiterhin achte ich immer darauf, dass das Licht nur dort durchscheint, wo ich es möchte, alles andere wird unsichtbar abgeschirmt bzw. verklebt: Es sollte z.B. kein Licht durch das Dach dringen, oder durch die Rückseite auf die Wand. Inzwischen ist auch die Beleuchtung im Stall eingebaut.

Die folgenden Schritte, das Spachteln und Verputzen, das Grundieren und Waschen, das Fassen und Streuen bedingen immer Trockenzeiten. Diese Pausen nutze ich, um die Elektrik einzubauen und fertigzustellen. Einige Lämpchen wurden bereits während des Bauens eingebaut, z.B. die Stallbeleuchtung und die Backofenbeleuchtung, auch das Lagerfeuer ist bereits fertig eingebaut und verdrahtet. Nun fehlen noch die Laterne und das Licht im angebauten Häuschen, damit es wohlig warm durch die Fenster scheint.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Beizen und Patinieren
Beizen des Krippenstalls

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Beizen und Patinieren

Anschließend muss das Holz gebeizt werden, das später noch zu sehen ist. Ich verwende Wasserbeizen in zwei Brauntönen: einmal eine braune Grundbeize, in die ich nach dem Trocknen mit der zweiten, fast grünlichbraunen Beize hineinmale. Aufgrund der Neonbeleuchtung glänzt auf diesen Bildern leider das Holz, natürlich werden alle Farben bei meinen Krippen auf alt getrimmt. Ganz zum Schluss wird das Holz noch patiniert, also gräuliche Kanten und Flächen aufgebracht. Dafür wird Dispersionsfarbe verwendet, die mit einem Pinsel aufgetupft wird. Dies ist mit Vorsicht auszuführen, zu schnell gibt es einen unnatürlichen weißen Belag. Ich beginne immer auf der Rückseite des Gebäudes, um dafür wieder ein Gefühl zu bekommen.

Beizen des Krippenstalls

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Krippenstall
Übersicht über den Stand des Aufbaus

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Krippenstall

Hinweisen möchte ich auf zwei Details auf den Bildern, die ich in der Zwischenzeit angefertigt habe: einmal den Miststätte und die kleine Brücke über dem Bach. Beide sind natürlich nicht angeleimt, sie stören somit nicht bei den folgenden Arbeiten.

Übersicht über den Stand des Aufbaus

Die Mauerteile des Stalls verklebe ich mit der Heißklebepistole, der Schnelligkeit wegen. Lasst euch nie dazu verleiten, Holz damit zu verkleben, die Haltbarkeit kann einem unliebsame Überraschungen bereiten. Expressleim ist immer noch das beste Mittel, zwar langsamer durch die Trockenzeit, aber ich baue immer an mehreren Holzteilen gleichzeitig, bastle also nebenher an der Türe, dem Fenster usw. Verwendet werden Holzleisten mit den Dimensionen 10/10 und 12/12, aber auch 12/14 – alles nicht so tragisch, alte Ställe sollen ja windschief und urig aussehen.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Mauern und Rahmen der Grundplatte
Aufbau des Mauerwerks

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Mauern und Rahmen der Grundplatte

Die Fertigung von Mauern bzw. Mauerresten ist etwas langwieriger: Seit einiger Zeit schneide ich sie aus Zirbelholz, schnitze sie zurecht und leime sie auf. Sie werden danach eigentlich nur mit weiser Dispressionsfarbe gestrichen und dann gewaschen, also grundiert. Beim abschließenden Fassen (Bemalen) kommen somit die einzelnen Steinstrukturen zur Geltung. Da man beim Aufleimen ja auch Trockenzeiten hat, beginne ich immer an mehreren Stellen gleichzeitig.

Aufbau des Mauerwerks

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Felsen
Lärchenrinde als Felsen

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Felsen

Wie im letzten Artikel schon angeklungen, beginne ich manchmal mit dem Stall, lasse also das Gelände vorerst bei Seite, aber in diesem Fall baue ich zuerst das Gelände: Der Grund dafür ist, dass ich den Stall an bzw. auf die Felsen stellen möchte. Als Material für den Aufbau der Felsen verwende ich Lärchenrinde, durch einen Glücksfall habe ich vor Jahren eine größere Menge besorgen können. Die Rindenteile werden zuerst aussortiert und auf die Krippe aufgelegt. Durch Zuschneiden oder Zurechtzwicken (z.B. mit einer Beißzange) werden sie grob aneinander angepasst. Wie man auf den Bildern sieht, bleiben noch genug Löcher, Ecken und Flächen übrig, die später mit Spachtelmasse ausgefüllt und geformt werden müssen. So werden dann später gerade Flächen zu kleinen grünen Flächen gestreut, dies lockert den Felsen dann auf und ein Schaf kann darauf Platz finden.

Sobald alle Teile grob auf der Krippe platziert sind,werden sie in Leimwasser gebadet bzw. getaucht. Dies dient der Reinigung, und die Rinde wird durch den Leim gehärtet, was für das spätere Waschen wichtig ist. Ist das erledigt, werden die größeren Teile mittels Leim und Schrauben befestigt, kleinere Teile auch mal mit Nägeln. Achtung: Auch hier sollten keine Nägel, Schrauben durch die Bodenplatte dringen. Mit dem Leimwasser – ich habe immer eine größere Menge angerührt, denn es hält lange Zeit – bestreiche ich auch immer wieder die Span- und Weichfaserplatten des Geländes. Sie bekommen dadurch eine größere Härte, und das Leimwasser bildet eine Haftbrücke.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Gebirge und Gelände
Gelände aus Weichholzresten

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Gebirge und Gelände

Ist die Grundplatte im Rohbau fertig, kann man auf zwei Wegen weiterbauen: zuerst den Stall und dann das Gelände, oder umgekehrt. Ich habe mich für das Zweite entschieden, also das Gelände zuerst. Dafür verwende ich Zirbelholz für die Mauern, Weichfaserplatten für die Geländeformen, Holzleisten für die Zaunsäulen und Lärchenholz für die Felsen. Leim, Nägel und Schrauben sorgen für den sicheren Halt.
Hierfür ist es sehr praktisch, eine kleine Bandsäge zu besitzen (es kann eine billige aus dem Baumarkt sein, sie muss weder Präzisionsschnitte machen noch viele Betriebsstunden laufen). Mit ihr lassen sich Fenster,Türen und Kurven einfach ausschneiden. Meine Säge hat noch den Vorteil, eine Schleifscheibe dabei zu haben, damit kann man die Weichfaserplatten bestens zuschleifen.

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Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Backhäuschen
Backhaus, erster Schritt

Bauanleitung für eine alpenländische Krippe – Backhäuschen

Nun beginne ich mit den Aufbauten, als erstes das von meiner Tochter gewünschte Backhäuschen. Dieses habe ich etwas Abseits platziert und es wird später vom Baum überschattet werden. Bei den Gebäuden verwende ich Weichfaserplatten, natürlich Holz und Leim. Nur sehr wenig wird genagelt, die Weichfaserplatten verklebe ich mit der Heißklebepistole, einfach um Zeit zu sparen. Auch hier bewährt sich meine kleine Bandsäge hervorragend.

Gebäude baue ich immer einzeln, d.h. ich verbinde sie erst ganz zum Schluss mit der Bodenplatte, bevor das Gelände gespachtelt wird. Dies hat viele Vorteile: Man kann die Teile in die Hand nehmen, wenden und kommt somit sehr gut von unten hinein, sei es für das Beizen, das Verputzen oder für die Elektrik.

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