Die Teilnehmer über unsere Kurse

In loser zeitlicher Abfolge veröffentlichen wir auf dieser Seite Berichte über unsere Kurse, die von einem Kursteilnehmer geschrieben wurden.

Kursleiterlehrgang vom 01. bis 05. August 2011

  „Maschinen aus – Richtfest!“, welch ein Genuss, diese Worte wieder zu hören. In diesem Jahr sind wir nun das zweite Mal zum Kursleiterlehrgang in der Krippenbauschule in Klüsserath an der Mosel. Voller Vorfreude sind wir viel zu früh und ohne Mittagessen von daheim aufgebrochen, was sich als göttliche Fügung erweisen sollte. In Kaiserslautern ist die Autobahn in Richtung Westen voll gesperrt und der Stau durch die Stadt verlängert die Anreise um volle zwei Stunden. Wir schlagen uns über kleine Straßen durch den Wald in Richtung Kusel durch und können so mit 60 min Verspätung sogar noch in Trier eine Mahlzeit einnehmen. Manch anderer kommt aber wortwörtlich in letzter Minute zum Vorgespräch am Sonntag Abend an.

 Die Krippenbauer mit Norbert und Klaus
Die Krippenbauer mit Norbert und Klaus (Photo: Max Munker)

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Figurenschnitzkurs Frühjahr 2010

Rudolf Saßen zeigt einer Kursteilnehmerin wichtige Schritte beim Schnitzen

Vom 15.03.2010 bis 19.03.2010 fand in der Krippenbauschule in Klüsserath in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung ein Schnitzkurs  für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Die beiden Kursleiter Rudolf Saßen aus Günzburg und Klaus Porten aus Klüsserath gaben im Rahmen einer theoretischen Einführung Wissenswertes über geeignetes Schnitzholz, benötigte Schnitzeisen und Schnitzmesser an die Teilnehmer weiter. Es folgten Einweisungen in grundsätzliches Wissen der Anatomie sowohl bei Figuren als auch bei Tieren. Dann zeigten sie den Teilnehmern, wie einzelne Teile, Köpfe, Hände und Füße und auch Tiere auf Lindenholz skizziert und mit der Bandsäge ausgeschnitten werden. Nun folgte der interessante Teil, das Ausarbeiten der Objekte mit den entsprechenden Schnitzeisen. Die Kursteilnehmer lernten, erst eine Figur grob auszuarbeiten und dann immer feiner zu schnitzen. So entstanden Tiere, Kamele, Schafe, Ochs und Esel und auch Krippenfiguren. Fortgeschrittene Kursteilnehmer konnten in der Zeit zum Teil eine komplette Figur ausarbeiten. Sie wurden immer wieder tatkräftig von den Kursleitern unterstützt und erhielten wertvolle Ratschläge, welche Schnitzeisen  für die unterschiedlichen Ausarbeitungen nützlich sind.

Das Schärfen der Schnitzmesser und Schnitzeisen war ebenfalls Teil des Schnitzkurses.

Dass die Kursteilnehmer mit ihren Arbeiten sehr zufrieden waren, zeigt sich darin, dass sich die meisten bereits gleich wieder zum nächsten Schnitzkurs angemeldet haben.

Orientalische Wüsten an der grünen Mosel

Eindrücke von einem Hintergrund-Malkurs in der Krippenbauschule Klüsserath, von Annette Krauß, München, Juli 2008

„Malt mir nur ja nicht zu ordentlich!“ Der Maler Ernst Hollenstein hat seine ganz persönliche Auffassung vom Malen, wenn es um Hintergrundlandschaften von orientalischen Krippen geht. Und schon im nächsten Augenblick steht er neben einer Schülerin und mahnt: „Das hast Du huschi-huschi gemalt. Jeder Stein hat in der Natur einen Abbruch, und du hast hier einen wie den anderen gemalt...“ Hollenstein hat einen Blick für jeden seiner Schüler. Der eine erwartet die Hilfe des Lehrers schon nach den ersten Strichen. Der andere will erst einmal alleine versuchen, die Aufgabe zu lösen. Am ersten Tag soll es schon eine ganze Stadtlandschaft sein, die wir auf die Tafel werfen sollen. Stein für Stein wachsen Mauern, öffnen sich zu Fenstern und Türen, türmen sich Kuppeln übereinander. Am Abend sind die ersten orientalischen Städte fertig. Dabei haben wir heute morgen erst die Pigmente auf die Tabletts verteilt ...

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Hintergrundmalkurs 2005 in Klüsserath – ein Erlebnis besonderer Art

Von Benno Dierenbach

Was bewegt neun erwachsene Menschen zwischen 30 und 80 Jahren aus allen Teilen Deutschlands hunderte Kilometer zu fahren, um für eine Woche in einem kleinen Ort an der Mosel zusammenzukommen? Was bewegt diese Menschen dazu, eine Woche Urlaub zu investieren, Haus und Familie zurückzulassen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen? Dies habe ich mich während meines Aufenthaltes in Klüsserath einige Male gefragt. In diesem besagten Ort gibt es eine Krippenbauschule. Diese Krippenbauschule bietet die Möglichkeit, unter Anleitung selbst ein Hintergrundbild für eine Weihnachtskrippe zu malen. Und wer die Ergebnisse von nur einer Woche sieht, hält kaum für möglich, dass sie von Menschen geschaffen wurden, die im Malen von Bildern kaum Vorkenntnisse hatten. Nicht nur die Endergebnisse des Krippenhintergundmalkurses sind bemerkenswert und erstaunlich, ebenso erstaunlich ist, dass Menschen verschiedenster Herkunft mit ganz unterschiedlichen Berufen sich gegenseitig inspirieren, sich gegenseitig ermutigen und helfen und somit eine Atmosphäre schaffen, in der jeder nach der Woche wieder mit dem Gefühl nach Hause zurückkehrt, dass er menschlich etwas Großartiges erleben durfte. Die Gruppe wuchs zu einer Einheit zusammen, in der Neidgefühle, Konkurrenzdenken und Erfolgssucht niemals aufkamen. Dabei war konzentriertes und diszipliniertes Arbeiten täglich 8 Stunden vonnöten, um alle Motivteile zu erlernen, die der Kurs anbot. Auch darauf legte der Leiter des Kurses, Ernst Hollenstein aus Jenbach in Tirol, großen Wert. Es ist ein Phänomen, was dieser Mann den Teilnehmern während nur einer Woche vermitteln kann. Es gehört für die Teilnehmer zu den besonderen Erfahrungen, diesen Mann – nicht nur beim Malen – zu erleben. Die besondere Art seines Humors, seine herzliche Art mit Menschen umzugehen, seine ganz eigene Art im Umgang mit der künstlerischen Freiheit, aber vor allem seine Fähigkeiten als Maler, mit Hilfe derer er die Kursteilnehmer berät und sie unterstützt, machen wohl einen Großteil des Erfolges aus, der den Kurs auszeichnet.

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Kursleiterlehrgang vom 16. August bis 20. August 2004

Von Martin Wilperath

Als Simon Solde (14 Jahre) und ich (Martin Wilperath, 17 Jahre) nach Klüsserath kamen, um dort am Krippenkurs teilzunehmen, hatten wir eigentlich gar keine Vorstellung, wie das ganze Ding ablaufen sollte. Eins stand fest – ne Krippe muss her. Nun ja, erst einmal haben wir uns in der Krippenwerkstatt getroffen. Pia und Klaus haben zunächst erzählt, worum es denn überhaupt geht. Unter anderem sagten sie, dass es nicht nur um die handwerklichen Fertigkeiten geht, sondern um die Darstellung der Geburt Christi, beim Krippenbauen. Hierin liegt ein deutlicher Unterschied zum Modellbauen.

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