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 Betreff des Beitrags: Steine und SteinwĂ€nde herstellen
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 10:41 
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Registriert: 09.01.2015, 06:53
BeitrÀge: 2
Hallo zusammen, habe auch schon ein zwei Krippen gebaut. Nun schaue ich mir immer eure Bilder an und wenn Steine oder WÀnde da sehen sind die Trotz verputzt immer mega real aus. Wie macht ihr denn die Steine oder SteinwÀnde? Aus Styrodur? Evtl kann ja eine auch eine zwei Bilder von sich mal posten. WÀre nett.
Danke!

Beispiele wie ich meine:
viewtopic.php?f=3&t=406

viewtopic.php?f=3&t=415

viewtopic.php?f=8&t=430


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BeitragVerfasst: 24.01.2015, 23:02 
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Registriert: 16.11.2011, 22:14
BeitrÀge: 133
Wohnort: Pfalz
Hallo Sven,

ich kann Dir natĂŒrlich nicht sagen, wie die anderen es machen, aber eines Deiner Beispiele (http://www.krippenverein.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=415) war von mir:

In diesem Fall wurde die Steinwand aus Gips hergestellt. Ich habe mir eine Gipskartonplatte (z.B. eine Rigips-Platte) besorgt und ein etwa A4 großen StĂŒck mit einem Fuchsschwanz herausgesĂ€gt. Wer es kann, kann es natĂŒrlich auch ritzen und brechen. Anschließend gehe ich mit einer WasserzerstĂ€uber, z.B. einen PflanzensprĂŒher oder eine alte Glasreinigerflasche, und einem Spachtel daran, an der einen Seite das Papier abzuziehen. Es macht dabei nichts, wenn es ein paar Schrammen im Gips gibt. Kraterlandschaften darf man natĂŒrlich nicht hinterlassen.

Nachdem die eine Seite vom Papier befreit wurde, habe ich in der richtigen GrĂ¶ĂŸe (hier 8 cm-Figuren, d.h. 5 mm Steine) Markierungen an beiden RĂ€ndern gesetzt und dann Freihand verbunden. Mit dem Lineal arbeiten darf man nur, wenn man eine Wand aus Marmorblöcken o.Ä. darstellen will. FĂŒr alle anderen WĂ€nde arbeitet das Lineal zu genau. Nachdem die waagerechten Linien angezeichnet sind, beginne ich mit einem Nagel, einem alten "Dosenlocher" (fĂŒr Milchdosen) und Zahnarztwerkzeug, die Fugen aus dem Gips heraus zu ritzen. Dabei arbeitet man immer Stein fĂŒr Stein. Keinesfalls darf man erst eine ganze waagerechte Linie ritzen und dann nur noch senkrechte Verbindungen machen. Beim Ritzen muss man darauf achten, dass die Steine "auf LĂŒcke" setzt werden, so dass ein Stein immer die senkrechte Fuge unter ihm ĂŒberbrĂŒckt. Die Fugen mĂŒssen sehr betont und die entstehenden scharfen Kanten der Steine ausgerundet werden. Manche Steine liegen etwas tiefer, man sollte also ein wenig von der OberflĂ€che abtragen. Manche bricht man ganz heraus. So entsteht nach und nach eine vollstĂ€ndige Gipswand.

Da das Ritzen einer Gipswand sehr aufwĂ€ndig ist, mache ich mir anschließend mit weißem Bausilikon eine Gußform davon. Transparentes Bausilikon geht nicht, es schrumpft zu stark. Noch besser sind natĂŒrlich Abformmassen aus dem Kunsthandel (z.B. boesner), aber sie sind auch entsprechend teuer. Mit dieser Form kann ich dann Gipsplatten nach Bedarf gießen.

Die Mauer im anliegenden Bild ist aus solch einer selbst gegossenen Gipsplatte gemacht. Ich habe zunĂ€chst den Eingang fĂŒr die Höhle herausgesĂ€gt und anschließend mit dem Stukkateurspachtel zusĂ€tzlichen Gips aufgetragen, um die großen Steine des Torbogens darzustellen. Nach dem Trocknen des Gipses - darauf muss man wirklich achten - habe ich die Platte eingeklebt und dunkelgrau grundiert. Dabei kann man ruhig mit etwas flĂŒssigerer Dispersionsfarbe arbeiten, denn die Farbe muss tief in die Fugen eingearbeitet werden. Am Ende darf kein KrĂŒmel Gips mehr herausschauen. Dann muss die Farbe trocknen.

Der letzte Schritt ist das Fassen. Bei dieser Krippe habe ich lediglich mit etwas weißer Farbe (sehr trocken auf einem Borstenpinsel) sanft ĂŒber die Erhöhungen gestrichen und so die Struktur der Mauer herausgearbeitet.

Es gibt noch mehrere andere Methoden, um Mauern zu bauen, bei denen Styrodur oder Holz zum Einsatz kommen. FĂŒr Mauern aus Bruchstein ziehe ich Gips vor, auch wenn die Herstellung der Mauern aufwĂ€ndiger ist als bei Styrodur. Der Gips bricht einfach "natĂŒrlicher".


DateianhÀnge:
Dateikommentar: Höhle an Orientalischer Krippe (2011)
Höhle Herodeskrippe 2011.jpg
Höhle Herodeskrippe 2011.jpg [ 114.27 KiB | 10606-mal betrachtet ]

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Gloria et Pax
de Nitzemer
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BeitragVerfasst: 09.02.2015, 15:00 
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Registriert: 19.03.2007, 10:04
BeitrÀge: 39
Wohnort: Wolkersdorf
Hallo Sven,

das ganze geht natĂŒrlich auch mit Styrodur, davon gibt's aber viele verschiedene Arten und nicht alle sind gut zur Bearbeitung. Man muss halt ausprobieren welches Material einem liegt.
Dazu noch ein gut gespitzter Bleistift und los geht's. Einfach ritzen oder bei grĂ¶ĂŸeren Mauern die Steine auch herausschnitzen. Das ist meiner Meinung nach nicht so aufwendig wie die Gipsritzerei.

Eine weitere Möglichkeit wĂ€re es Gipsschuttsteine herzustellen (Gips auf einem großen Plastikdeckel ca. 3-4mm auftragen, mit Wasser versetzen- Spritzflascherl und dergleichen), hart werden lassen, dann brechen und mit Krippenmörtel aufmauern. Sieht auch ganz gut aus.

Oder die Mauersteine aus Weichholz schnitzen und dann verleimen, oder mit "Steinchenmasse" = ( Kreide, SÀgemehl und Leimwasser) gut durchkneten und dann schön kantige Steine formen. Trocknen lassen und damit aufmauern.

Auch mit ziegelförmig geschnittener LÀrchenrinde lassen sich wunderbare Steinmauern errichten.

Ich hoffe ich konnte helfen :-)

LG., Reinhard


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BeitragVerfasst: 15.02.2015, 09:18 
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Registriert: 16.11.2011, 22:14
BeitrÀge: 133
Wohnort: Pfalz
Hallo Reinhard,

stimmt, Styrodur - oder besser XPS (Extrudiertes Polystyrol) - gibt es von vielen Herstellern. Leider sind die verschiedenen Typen bei gleicher Klassierung fĂŒr den Hausbau sehr unterschiedlich gut fĂŒr den Krippenbau geeignet :shock:

Auf der Homepage der KlĂŒsserather Krippenfreunde fidnet sich dazu ein Vergleichstest unter http://www.krippenverein.de/index.php/krippenbauschule/bauanleitungen/131-styrodur-vergleichstest.html

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Gloria et Pax
de Nitzemer


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